Bulletin zum „Convoy of Hope“ - Tag 7

28.02.2016 13:24

von Eva Marie Kogel

 

Gaziantep, Türkei, 28. Februar 2016

 

Als wir Aksaray verlassen, verabschiedet uns eine winkende Statue von Osman II. Osman II. war ein interessanter Geist seiner Zeit. Nach einem Staatsstreich an die Macht gekommen, beschloss er, ein imperiales Zeichen zu setzen - und machte sich auf, um Polen zu erobern. Persönlich wachte er über seine Soldaten. Militärischer Erfolg war ihm nicht vergönnt, die Niederlage war verheerend. Als er wieder in Istanbul anlandet, stellt er in seiner Manöverkritik entscheidende Fehler fest: Ineffizienz und Mangel an Disziplin seiner Truppen.

 

Ähnlich gestaltete sich unsere gestrige Abreise aus dem Grand Altuntas Hotel in Aksaray. Richtig „Grand“ an dem Hotel ist nur der Name. Unsere Truppe, angeführt von Sultan Frank Franke, ist ähnlich chaotisch wie das Heer von Osman II. Auch, wenn wir nicht auf Eroberungszug sind, sondern "nur" Hilfsgüter liefern wollen, sind Disziplin und Effizienz die wichtigsten Begleiter.

 

Die Strecke nach Gaziantep ist bergig, der Konvoi fährt durch die atemberaubende Kulisse des Taurus-Gebirges. Das geht nicht an den mitreisenden Fotografen vorbei, die teils erhebliche Risiken eingehen, immer auf der Suche nach dem perfekten Motiv. Und davon gibt es viele. Immer wieder halten die Fotografen auf der Standspur der Autobahn, um die vorbeifahrenden Lastwagen, meist angeführt vom Unimog, in Szene zu setzen. Ein Risiko, das sich gelohnt hat!

 

Am frühen Abend sind wir in Gaziantep und werden mit einem prächtigen Sonnenuntergang belohnt. Am Abend feiern wir unsere erfolgreiche Reise und vor allem die Fahrer. Die allgemeine Freude ist groß. Besonders bei einem: Dem Wachhund des Warenlagers, auf dessen Parkplatz wir die LKW über Nacht parken. Der Hund erinnert sich sehr genau die Hilfslieferung aus Deutschland aus dem letzten Jahr. Sein Erinnerungsvermögen wird belohnt. Auch dieses Mal ist eine Wurst für ihn im Gepäck. An den nächsten wird er sich auch erinnern.

 

 

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