Bulletin zum „Convoy of Hope“ - Tag 5

26.02.2016 18:00

Das war eine Nacht, die nicht enden wollte. Die Nacht wurde zum Alptraum unseres symbolischen Mitreisenden für Wert, Stabilität und Qualität, dem Unimog, den inzwischen alle ins Herz geschlossen haben. Für die Grenzbeamten am Grenzübergang Kapikule wurde er immer mehr zum Mysterium. Ist er nun ein LKW, oder doch ein PKW? Die Lösung später lautete ganz anders.

Vorher, weil in der Bürokratie nicht auffindbar, wurde er erst einmal samt Besatzung aus der Türkei ausgewiesen und alle bisher vermerkten Daten gelöscht, so war er also nie in der Türkei angekommen. Kurz nach Mitternacht rollte er wieder in Richtung Bulgarien, machte in Sichtweite einen U-Turn und reiste wieder in die Türkei ein, diesmal auf der PKW Spur. Dort wurde er kurzfristig zum Wohnmobil ernannt, wobei Claws Tohsche erklärte, nun die Nächte auf der Ladefläche zu verbringen.

 

Kommen wir zu unserem Held des Tages. Er ist ruhig, ausgeglichen, selbst störrischen Zollbeamten gegenüber immer freundlich, selbst dann, wenn Mitreisende Kollegen längst mit 180 Blutdruck, sich eigentlich am Liebsten auf die Erde werfen würden.

Hier kommt zusammen was zusammen gehört, Professionalität gepaart mit Ausgeglichenheit. Alpay Keskin ist schlicht der ideale Reisebegleiter. Betritt er einen Raum von Aufgeregten, hört selbst der wildeste Hund auf zu knurren. Ganz der wahre Kapitän in schwierigem Fahrwasser. "Wenn ein Kapitän nicht weiß, welches Ufer er ansteuern soll, dann ist kein Wind der richtige." (Lucius Annaeus Seneca, circa 4 vor Christus).

 

Istanbul soll ja eine der schönsten Städte der Welt sein, das ist insbesondere dann schwer feststellbar, wenn dichter Nebel über der Stadt wabert. Der Berliner würde sagen, „dajewesen, nischt jesehen. Janz Istanbul eene Wolke un wir mittendrin.“

 

Istanbul eine Stadt des pulsierenden Lebens und der Hektik? Da waren Sie noch nie vor dem Platz am Marmara Einkaufszentrum. Da lagen sie, sieben große Hunde auf dem Beton in glückliche Hundeträume vertieft, während die Fußgänger an ihnen vorbei hetzten.

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Die Redaktion verabschiedet sich und verschwindet im Nebel der Stadt am Bosporus.

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